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Im Mai spiele ich die

Cello Sonate Nr. 5 in e-moll von
Antonio Vivaldi (1678 - 1741)

Seit ich diese Sonate als Kind in einer Version als Cellokonzert meisterhaft gespielt von Janos Starker gehört habe, gehört sie zu den Stücken, die ich besonders liebe. Sie verbindet Melancholie in den beiden langsamen Sätzen mit Tänzerischem im 2. Satz (der eigentlich der 4. Satz ist, aber ich stelle die Reihenfolge um) und mit für die Barockzeit, in der die Sonate entstanden ist, typischer Virtuosität im letzten Satz. Die Satzbezeichnungen:

Largo
Allegro
Largo
Allegro

Ich spiele die Sonate mit einem mir unbekannten Cembalisten und Continuocellisten, die ich auf einer CD mitbringe. Am Anfang hatte ich Zweifel, dass man so musikalisch gestalten kann, weil dazu eigentlich das gegenseitige Zuhören und aufeinander reagieren gehört. Nachdem ich meinen beiden Partnern aber einmal die ersten Rechte zugebilligt habe, habe ich immer mehr Freiräume entdeckt, die ich gestalten kann.

In der Pop Musik, die uns überall begleitet, hören wir das gleiche Stück viele male und, wenn es uns gefällt, kennen wir es nach einiger Zeit in und auswendig. Dass die klassische viertel Stunde einen Monat lang das gleiche Stück vorstellt, soll denen, die dies besser kennen lernen wollen, die Gelegenheit geben, es mehrmals zu hören. Wer selber für einen Monat die klassische viertel Stunde gestalten möchte, schreibe eine mail an mich (kp@him.uni-bonn.de) oder wende sich an das Team des Lomo.

Matthias Kreck