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Im Juni spiele ich aus dem Liederkreis op. 39 sechs
Lieder ohne Worte von Robert Schumann
Lieder ohne Worte hat insbesondere Mendelssohn geschrieben, was ich spiele sind Lieder mit Worten auf dem Cello, also ohne Worte. Dass es die wunderschönen Texte von Eichendorff (http://www.classiccat.net/schumann_r/39.text.htm) gibt, ist sehr wichtig. Ich spreche sie beim Spielen für mich hin und versuche, mit dem Cello die hochromantische Lyrik einzufangen. Wenn ich Romantik charakterisieren möchte, so brauche ich nur einige Zeilen aus den Gedichten zu zitieren:
"Aus der Heimat hinter den Blitzen rot da kommen die Wolken her ..."
"Es war, als hätte der Himmel die Erde still geküsst ..."
"Es rauschen die Wipfeln und schauern, als machten zu dieser Stund' um die halb versunkenen Mauern die alten Götter die Rund ..."
"... Als muesste in dem Garten, voll Rosen weiss und rot, meine Liebste auf mich warten, und ist doch so lange tot."
Starke Gefühle, Naturbilder, Todessehensucht, all das spricht aus fast jedem der Gedichte, und Schumann hat es meisterlich verstanden, diese Stimmungen in Musik zu übersetzen. Ich versuche, diese kurzen Stücke so zu spielen, dass zumindest der, der die Texte im Kopf hat (oder sie vorher durchliest), sie wieder erkennt, und das eine oder andere mit seiner Fantasie ergänzt.
Matthias Kreck
Aus dem Juni Programm:
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